Amerikanische Zone

Michael Basse
Amerikanische Zone

Roman
Berlin 2016

Bericht: Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten

Dreckig genug, um glücklich zu sein“

In jedem steckt ein Amerikaner, der raus will - ganz gleich ob es sich um Japaner, Schwarze, Indianer oder Krautjungen aus der hintersten schwäbischen Provinz handelt. Man muss sie nur raus lassen. Das ist die unumstößliche Überzeugung des pensionierten US-Offiziers Lt. Colonel Ross Raymond Hartman. Während der 70er Jahre, auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges, führt er im kleinen 6000-Seelen-Ort Maulbronn ein fideles Haus, dessen Tür jedermann offen steht. In 'hard mans guesthouse' herrscht ein liberaler Geist, der in der einzigen, eher laxen Hausregel Ausdruck findet: 'Our house is clean enough to be healthy but dirty enough to be happy in.' In diesem Umfeld sollen aus jungen rebellischen Heißspornen Männer werden, was für den Colonel gleichbedeutend ist mit – Amerikaner.
Amerikanische Zone unternimmt eine Zeitreise durch 60 Jahre bundesrepublikanischer und europäischer Nachkriegsgeschichte, die zugleich eine Epoche nordamerikanischer Hegemonie markiert. Das Buch verliert sich nicht in Bewertungen ex cathedra, sondern liefert „ein genaues Sittenbild, in dem wir uns selbst erkennen, ob es uns passt oder nicht.“ - so der Schriftsteller Sten Nadolny über "Amerikanische Zone",

Amerikanische Zone ist Michael Basses zweiter Roman